Ein Beirat in Auflösung – und eine Institution in Verruf

Was sich derzeit im Behindert- und Seniorenbeirat Nenndorf abspielt, ist kein normales Maß an Streit oder Meinungsverschiedenheit mehr. Es ist ein offener Zerfall.

Mitglieder legen ihr Mandat nieder, nicht aus Bequemlichkeit oder mangelndem Engagement, sondern aus einem klaren Grund: Sie wollen mit diesem Beiratsvorsitz und seinem Stellvertreter nichts mehr zu tun haben.

Der Vorwurf wiegt schwer – und er steht im Raum, weil er durch Handeln, nicht durch Gerüchte genährt wird: Korruption, Rechtsbeugung, bis hin zu mutmaßliche Dokumentenmanipulation und ein Führungsstil, der jede Form von Transparenz vermissen lässt.

  • Wer kritische Fragen stellt, wird ausgesperrt.
  • Wer Kontrolle einfordert, wird ignoriert.
  • Wer Verantwortung erwartet, erlebt Arroganz.
  • Wer widerspricht, wird kaltgestellt.
  • Wer auf Regeln pocht, gilt als Störfaktor.

Hinzu kommt eine erschreckende intellektuelle Überforderung der Führung, gepaart mit dominierender Anmaßung, Selbstüberschätzung und Selbstdarstellung.

Ein Ehrenamt verlangt Integrität, Maß, Dialogfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
All das fehlt hier eklatant.
Wer ein solches Amt nutzt, um zu manipulieren, diskriminieren oder sich über Regeln hinwegzusetzen, ist dieses Amtes schlicht nicht würdig.

Dass inzwischen mehrere Mitglieder die einzig konsequente Entscheidung getroffen haben und ihr Mandat niederlegen, ist kein Zeichen von Schwäche – es ist ein stilles, aber unüberhörbares Misstrauensvotum, ein vernichtendes Urteil gegen die Führung dieses Beirats.

Die noch verbliebenen Mitglieder sollten sich ernsthaft fragen, ob sie dieses Treiben weiter mittragen wollen oder dieses unwürdige Schauspiel beenden.
Schweigen, Wegsehen und Durchhalten um jeden Preis machen mitschuldig.

Die saubere, demokratisch einzig vertretbare Konsequenz kann nur sein: Mandatsniederlegung und damit Auflösung des Beirats in seiner jetzigen Form und Neuwahlen einfordern.

Alles andere verlängert lediglich einen Zustand, der dem Gremium, seiner Aufgabe und seinem Ansehen massiv schadet.

So wie der Beirat sich heute präsentiert, ist dies keine Interessenvertretung mehr – er ist eine Schande.

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Ein Kommentar

  • Klaus-D.

    Bei so viel Arroganz, gepaart mit Überheblichkeit und offenkundiger Inkompetenz, war diese Entwicklung absehbar.
    Ja, ich habe mein Mandat niedergelegt. Die Kommunikation – genauer gesagt: die fehlende Kommunikation – war auf Dauer unerträglich. Hinzu kamen korruptive Verhaltensweisen, das Manipulieren von Dokumenten sowie eine bemerkenswerte Ignoranz gegenüber kommunalrechtlichen Verfahrensweisen.
    Ich kann nur hoffen, dass weitere Mitglieder ihr Mandat niederlegen und der Vorsitzenden damit konsequent das Vertrauen entziehen. Nur durch Neuwahlen kann ein Beirat neu eingesetzt werden, der tatsächlich seine Klientel vertritt – und nicht in Selbstbeweihräucherung und Machtmissbrauch untergeht.
    K.D.K.

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